Abb. Michael Palm, Sea Concrete Human (Malfunctions #1), 2001, Still, Courtesy: der Künstler & sixpackfilm.
25. November 2026
19 Uhr
2og:dondorf // Institut für sozial-ökologische Forschung
Sophienstraße 1–3, 2. Stock
Frankfurt am Main
kuratiert von Ellen Wagner und Linda Weiß
Die Küste ist ein Ort, der uns in Beziehung setzt zu einem anderen Ort, der je nach Entfernung von „unserer Seite“ des Ufers oft noch unsichtbar ist.
In Michael Palms Sea Concrete Human (Malfunctions #1) (2001) wird eine Forschungsbasis in der Antarktis zum mutmaßlichen Schauplatz eines einschneidenden Ereignisses – in Ermangelung konkreter Informationen „the Eventide incident“ genannt –, das eine Vergangenheit in Präsenz der Menschen von einer Gegenwart und Zukunft ohne sie, und damit uns, abtrennt.
Eine „künstliche Intelligenz“ versucht anhand von fotografischen Dokumentationen und Tagebuchaufzeichnungen einer zuvor an diesem entlegenen Ort stationierten Meteorologin deren Versuchsanordnungen zur Erforschung der Biosphäre zu rekonstruieren. Wohin die Wissenschaftlerin aufgebrochen ist und wozu, was sie herauszufinden oder anzustoßen versuchte und ob die Menschen ausgestorben oder nur von der Erde verschwunden sind, scheint in den Zwischenräumen der Bilder und Textfragemente durch, ohne sich aufzuklären.
Das Screening zeigt darüber hinaus weitere Filme, an denen sich Menschen an Gewässern aufhalten und in unterschiedlicher Weise auf Natur aus- und in ihr „einrichten“, ihre eigenen Grenzen porös werden lassen, an Grenzen der Bequemlichkeit stoßen oder in der Übergangszone ihre Freiheiten finden.
Wir danken dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) herzlich für die Unterstützung des Projekts.