Looking forward to the cruise 24/05/2019 bis 26/05/2019
mit Arbeiten von Harry Dodge & Stanya Kahn, Michael Franz, Dominik Keggenhoff, Julia Carolin Kothe

Eröffnung: 24. Mai 2019, 19 Uhr, Ludwigstraße 42, Offenbach am Main
Öffnungszeiten: Fr–So, 14–18 Uhr, und nach Absprache: mail@mananabold.de

Ausstellungsorte zu den 16. Offenbacher Kunstansichten 2019:
Schreinerei Leyh, Ludwigstraße 42, Offenbach am Main
Rathaus, Vitrine im Foyer, Berliner Straße 60, Frankfurt am Main
Klingspor Museum, Schaukästen vor dem Eingang, Herrnstraße 80, Offenbach am Main

Was bedeutet es eigentlich, eigene künstlerische Arbeiten einem Publikum zugänglich zu machen, dessen Reaktionen, selbstverständlich, nie vorherzusehen sind? Was heißt es – sich – heraus- und auszustellen? Und wie schafft man es überhaupt, die Aufmerksamkeit eines Gegenübers zu erlangen und zu halten?

Looking forward to the cruise versammelt Arbeiten rund um Situationen des Ausstellens von Werken, Ideen und der eigenen Person in einer Öffentlichkeit, die es stets neu zu definieren und zu adressieren gilt. Zwischen Improvisation und Inszenierung, Offensive und Zurückhaltung umkreisen die Arbeiten auf humorvolle und ernste, rasch skizzierte oder kleinteilig zusammenfügende Weise Fragen nach der performativen Wirkung des Körperlichen, der Mimik, der Gestik oder der Handschrift im Zusammenhang mit künstlerischer (Selbst-)Präsentation.

In der mit einem Zitat den Titel für die Schau gebenden Videoarbeit „Winner“ von Harry Dodge und Stanya Kahn funktioniert die Protagonistin, die eigentlich als Preisträgerin eines Radiogewinnspiels befragt wird, das Interview zu einer Präsentation ihrer Skulpturen um, die sie im Kofferraum zum Termin mitgebracht hat. Bei Dominik Keggenhoff und Michael Franz wiederum werden auf formal sehr unterschiedliche Art und Weise, durch Objekte und 3D-Drucke bzw. reproduzierte Zeichnungen, Fragmente künstlerischer Kosmen aus Gedanken, Materialexperimenten und auch ironischen Kommentaren zu Künstlerbildern und Obsessionen der Kunst- und zugehörigen Theoriewelt zum Thema. Julia Carolin Kothes Arbeiten greifen die Offenheit in der Begegnung zwischen Kunstwerken und Betrachtenden – zu denen ja nicht zuletzt auch die Künstler*innen selbst zählen – in installativen Anordnungen auf. Die Elemente scheinen mehrdeutige Körperhaltungen und zwischenmenschliche Situationen aufzurufen und changieren in ihrer schlichten Materialsprache zwischen dem Kantig-Harten und dem Organischen.